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Zusammenarbeiten

Netzwerk Künstliche Intelligenz in der Arbeits- und Sozialverwaltung

Wie sollte KI in der Verwaltung eingesetzt werden, damit Beschäftigte und Bürger*innen davon profitieren? Dieser Frage widmet sich das „Netzwerk KI in der Arbeits- und Sozialverwaltung“ des BMAS.

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, den Service für Bürger*innen zu verbessern, Beschäftigte bei repetitiven Aufgaben zu entlasten, Bearbeitungszeiten zu reduzieren und so die öffentliche Verwaltung effizienter zu machen.

Gleichzeitig müssen gerade beim KI-Einsatz in der Arbeits- und Sozialverwaltung alle an dem Einführungsprozess beteiligten Akteur*innen ganz genau hinsehen, wo und wie KI angewendet wird. Denn die Entscheidungen in diesem sensiblen Bereich können erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben, wenn es etwa um die Bewilligung von Sozialleistungen geht. Hierbei sind rechtliche Vorgaben zu beachten. So kann zum Beispiel der Ermessensspielraum bei Entscheidungen nur von einem Menschen ausgeübt werden.

KI kommt punktuell bereits zum Einsatz

In der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Renten- und Unfallversicherung wird KI bereits punktuell eingesetzt - und das auch sehr erfolgreich. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat beispielsweise in der Regressabteilung ein KI-gestütztes System eingeführt und wurde dafür im September 2020 im Rahmen des 19. eGovernment-Wettbewerbs ausgezeichnet. Die BA setzt in der Familienkasse KI-gestützte Bildanalyse für das automatische Erkennen von Studienbescheinigungen ein. Es ist davon auszugehen, dass KI in den nächsten Jahren auch in anderen Bereichen der Arbeits- und Sozialverwaltung verstärkt zum Einsatz kommt.

Damit die Verwaltungsmitarbeiter*innen und Bürger*innen den eingesetzten KI-Systemen auch vertrauen, müssen diese den höchsten Qualitätsstandards entsprechen, menschenzentriert entwickelt werden und die Entscheidungen diskriminierungsfrei und nachvollziehbar sein.

Das KI-O koordiniert das „Netzwerk KI in der Arbeits- und Sozialverwaltung“

Um zu diskutieren, wie diese hohen Standards am besten gewährleistet werden können, bringt das KI-Observatorium die Expertise der zuständigen Referate des BMAS und der Behörden des Geschäftsbereichs, also zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Rentenversicherung Bund und der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in einem Netzwerk „Künstliche Intelligenz in der Arbeits- und Sozialverwaltung“ zusammen.

Dort setzen sich die Vertreter*innen des Ministeriums und des Geschäftsbereichs detailliert mit der Frage auseinander, welche Gestaltungspotenziale es beim Umgang mit KI in der Arbeits- und Sozialverwaltung gibt. Ziel ist es, Erfahrungen auf der Fachebene auszutauschen und Leitlinien für den Einsatz von KI in der Arbeits- und Sozialverwaltung zu entwickeln. Dieser Austausch soll in sogenannten KI-Labs stattfinden, die in regelmäßigen Abständen von vier bis sechs Wochen zunächst virtuell bis Herbst 2021 geplant sind.

Veröffentlicht am 03. Mär 2021 zum Thema: Zusammenarbeiten

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